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Regionalklassen 2027: Wo die Kfz-Versicherung teurer wird
Jedes Jahr im Herbst veröffentlicht der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) die neuen Regional- und Typklassen. Diese Einstufungen basieren auf den Schadensbilanzen der einzelnen Zulassungsbezirke sowie Fahrzeugmodelle. Für Millionen Autofahrer in Deutschland bedeutet die Reform der Regionalklassen 2027 eine spürbare Veränderung ihrer Versicherungsbeiträge.
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KFZ VersicherungsvergleichInfografik
Einflussfaktoren auf die Kfz-Versicherungskosten
Schematische Verteilung der wichtigsten Tarifmerkmale bei der Beitragsberechnung.
Was bedeuten Regionalklassen für Ihren Beitrag?
Die Regionalklasse spiegelt die Schadensbilanz eines bestimmten Zulassungsbezirks wider. Hierbei fließen die Anzahl der Unfälle, die Diebstahlquote, Sturmschäden und andere Elementarereignisse der letzten Jahre ein. Je weniger Schäden in einer Region gemeldet werden, desto besser ist die Einstufung und desto günstiger wird die Haftpflicht- und Kaskoversicherung. Umgekehrt führen hohe Unfallzahlen in Großstädten oder häufige Hagelschäden in ländlichen Regionen zu einer schlechteren Klasse. Der GDV berechnet diese Indizes jährlich neu, woraufhin die Versicherer ihre Tarife für das Folgejahr anpassen.
Die Gewinner und Verlierer der Regionalklassen 2027
Die jüngste Auswertung zeigt deutliche Verschiebungen auf der Deutschlandkarte. Besonders in von Unwettern betroffenen Regionen im Süden und Westen des Landes rutschen viele Zulassungsbezirke in schlechtere Kaskoklassen ab. In den Metropolen wie Berlin oder Hamburg bleibt das Beitragsniveau aufgrund der traditionell hohen Unfall- und Diebstahlhäufigkeit weiterhin auf einem Spitzenplatz. Einige ländliche Bezirke im Norden konnten sich dagegen verbessern, da dort weniger Schäden reguliert werden mussten. Autofahrer sollten prüfen, ob ihr Wohnort von einer Hochstufung betroffen ist, da dies eine Beitragsanpassung zur Folge hat.
Der Einfluss der Typklassen auf die Fahrzeugwahl
Neben dem Wohnort entscheidet das genutzte Fahrzeugmodell über die Höhe der Prämie. Die Typklasse bildet die Schadens- und Unfallbilanz aller in Deutschland zugelassenen Automodelle ab. Fahrzeuge, die statistisch häufig in Unfälle verwickelt sind oder oft gestohlen werden (wie etwa bestimmte SUVs oder hochmotorisierte Sportwagen), erhalten eine hohe Typklasse. Familienautos oder Kleinwagen sind hingegen meist günstiger eingestuft. Wer vor dem Autokauf steht, sollte daher unbedingt die Typklasse des Wunschfahrzeugs prüfen, um böse Überraschungen bei der jährlichen Versicherungsprämie zu vermeiden.
Wie Sie auf eine schlechtere Einstufung reagieren
Eine Verschlechterung der Regional- oder Typklasse führt fast immer zu einer Erhöhung des Versicherungsbeitrags. Da diese Änderung als Beitragsanpassung gewertet wird, steht Ihnen auch hier in der Regel ein Sonderkündigungsrecht zu. Sie müssen die Preiserhöhung also nicht stillschweigend hinnehmen. Nutzen Sie den Anlass, um Tarife am Markt zu vergleichen. Häufig lässt sich der finanzielle Nachteil der schlechteren Einstufung durch den Wechsel zu einem günstigeren Anbieter mit besseren Konditionen mehr als ausgleichen.
Häufige Fragen
Wer legt die Regional- und Typklassen fest?
Die Klassen werden einmal jährlich vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) auf Basis der realen Schadensdaten berechnet.
Gilt die neue Regionalklasse sofort nach der Veröffentlichung?
Die neuen Regionalklassen gelten in der Regel für Neuverträge sofort und für bestehende Verträge ab der nächsten Hauptfälligkeit, meist zum 1. Januar des Folgejahres.
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