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Sonderkündigungsrecht der Kfz-Versicherung richtig nutzen
Viele Autofahrer glauben fälschlicherweise, dass ein Wechsel der Kfz-Versicherung ausschließlich bis zum Stichtag am 30. November möglich ist. Doch im Falle einer Beitragserhöhung greift das gesetzliche Sonderkündigungsrecht. Erfahren Sie, wie Sie diese Option flexibel und rechtssicher nutzen können.
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KFZ VersicherungsvergleichInfografik
Ablauf der außerordentlichen Kündigung
Die vier wichtigsten Stationen von der Preiserhöhung bis zum Tarifwechsel.
Wann das Sonderkündigungsrecht in Kraft tritt
Ein Sonderkündigungsrecht steht Ihnen immer dann zu, wenn der Versicherer die Beiträge erhöht, ohne dass sich die Leistungen für Sie verbessern. Dies ist häufig der Fall, wenn Sie die jährliche Beitragsrechnung für das Folgejahr erhalten. Typischerweise geschieht dies im November oder Dezember. Sobald Ihnen das Schreiben mit dem neuen, höheren Preis vorliegt, haben Sie das Recht, den Vertrag außerordentlich zu kündigen. Das gilt übrigens auch dann, wenn der Beitrag zwar nominal gleich bleibt, aber die Leistungen gekürzt wurden oder eine Rückstufung ohne Ihr Verschulden erfolgt.
Die vierwöchige Frist genau im Blick behalten
Die Frist für eine außerordentliche Kündigung beträgt exakt einen Monat beziehungsweise vier Wochen. Sie beginnt in dem Moment, in dem Ihnen die Rechnung des Versicherers zugestellt wird. Maßgeblich ist hierbei das Datum des Poststempels oder der E-Mail-Zustellung. Geht Ihnen die Beitragsrechnung beispielsweise erst am 10. Dezember zu, haben Sie bis zum 10. Januar des Folgejahres Zeit, die Kündigung einzureichen. Sie sind in diesem Fall also nicht an den klassischen Stichtag des 30. Novembers gebunden.
Achtung bei versteckten Beitragserhöhungen
Nicht jede Beitragserhöhung ist auf den ersten Blick als solche erkennbar. Oftmals sinkt Ihre Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse) durch unfallfreies Fahren, was den Beitrag eigentlich reduzieren müsste. Wenn der zu zahlende Betrag auf der neuen Rechnung dennoch unverändert bleibt oder nur minimal sinkt, hat der Versicherer im Hintergrund die Grundtarife angehoben. Auch in diesem Fall einer versteckten Erhöhung steht Ihnen das Sonderkündigungsrecht zu. Vergleichen Sie daher stets den neuen Beitrag mit dem Betrag, den Sie bei gleichbleibendem Tarif dank der besseren SF-Klasse eigentlich zahlen müssten.
Formale Anforderungen an die außerordentliche Kündigung
Damit Ihre außerordentliche Kündigung vom Versicherer problemlos akzeptiert wird, müssen Sie diese schriftlich einreichen. Im Kündigungsschreiben müssen Sie sich ausdrücklich auf die Erhöhung des Beitrags berufen und das Sonderkündigungsrecht als Kündigungsgrund nennen. Geben Sie zudem Ihre Versicherungsscheinnummer sowie das Kennzeichen des Fahrzeugs an. Es empfiehlt sich, die Kündigung per Einschreiben mit Rückschein oder per E-Mail mit Lesebestätigung zu versenden, um im Zweifelsfall einen Nachweis über den fristgerechten Eingang in den Händen zu halten.
Häufige Fragen
Gilt das Sonderkündigungsrecht auch bei einem Fahrzeugwechsel?
Ja. Beim Kauf eines neuen Fahrzeugs oder der Anmeldung eines anderen Autos können Sie die Kfz-Versicherung sofort und ohne Einhaltung von Fristen wechseln.
Wie schnell muss ich nach Erhalt der Rechnung kündigen?
Ihnen verbleiben ab dem Tag des Erhalts der Beitragsrechnung genau vier Wochen Zeit, um die schriftliche Kündigung einzureichen.
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