Wechsel

Neue Typklassen: Wird Ihre KFZ-Versicherung jetzt teurer?

11. Oktober 2026 · 4 Min.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat die neuen Typklassen herausgegeben. Für rund 12,5 Millionen Autofahrer ändert sich damit ab dem kommenden Jahr die Einstufung. Wir erklären Ihnen, was die neuen Typklassen bedeuten und wie Sie einer Preiserhöhung effektiv entgegenwirken können.

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KFZ Versicherungsvergleich

Infografik

Typklassen-Einstufung: Betroffene Fahrzeughalter

Statistik zur Änderung der Typklassen für Autofahrer in Deutschland

Quelle: GDV-Statistik zur Typklassenänderung für das kommende Beitragsjahr.

Was bedeuten die neuen Typklassen für Sie?

Die Typklasse spiegelt die Schadensbilanz eines bestimmten Fahrzeugmodells wider. Werden mit einem Modell viele oder schwere Unfälle verursacht, steigt die Typklasse – und damit meist auch der Versicherungsbeitrag. Für das Jahr 2027 betrifft diese Neueinstufung laut GDV rund 12,5 Millionen Autofahrer in Deutschland. Während einige Modelle dank verbesserter Statistiken herabgestuft werden und somit günstiger in der Versicherung werden, müssen viele Halter mit einer höheren Einstufung und steigenden Kosten rechnen. Ein regelmäßiger Abgleich der eigenen Typklasse lohnt sich daher jetzt besonders, um finanzielle Überraschungen im kommenden Beitragsjahr zu vermeiden.

Welche Fahrzeuge sind besonders betroffen?

Historisch gesehen sind es oft PS-starke Fahrzeuge, SUVs sowie beliebte Anfängerautos, die in höheren Typklassen landen. Aber auch moderne Elektrofahrzeuge zeigen aufgrund teurer Reparaturkosten bei Akkuschäden tendenziell steigende Tendenzen. Umgekehrt können Fahrzeuge, die vermehrt mit modernen Assistenzsystemen ausgestattet sind, von besseren Einstufungen profitieren, da diese nachweislich Unfälle verhindern. Der GDV wertet jährlich die Schadendaten von fast 32.000 verschiedenen Modellen aus, um die Risikobewertung für die Haftpflicht- und Kaskoversicherungen präzise anzupassen.

Wie Sie der Beitragserhöhung entgehen

Sollte Ihr Fahrzeug in eine höhere Typklasse eingestuft werden, erhöht der Versicherer in der Regel den Beitrag. In diesem Fall steht Ihnen ein gesetzliches Sonderkündigungsrecht zu. Sie haben nach Erhalt der Beitragsrechnung genau einen Monat Zeit, um schriftlich zu kündigen und zu einem günstigeren Anbieter zu wechseln. Nutzen Sie einen unabhängigen Vergleichsrechner im Internet, um Tarife mit identischen Leistungen zu vergleichen. Oftmals lassen sich durch einen Wechsel mehrere Hundert Euro im Jahr einsparen, selbst wenn das eigene Fahrzeugmodell teurer eingestuft wurde.

Wann sich ein Tarifwechsel lohnt

Ein Wechsel lohnt sich nicht nur bei einer schlechteren Typklasse. Auch veränderte persönliche Lebensumstände, wie ein neuer Stellplatz oder eine geringere jährliche Fahrleistung, können den Beitrag senken. Viele Versicherer buhlen im Herbst mit günstigen Neukundentarifen um Wechselwillige. Achten Sie beim Vergleich jedoch nicht nur auf den Preis, sondern auch auf wichtige Leistungsmerkmale wie die Deckungssumme, die Mallorca-Police und den Verzicht auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit.

Häufige Fragen

Wann treten die neuen Typklassen offiziell in Kraft?

Die neuen Typklassen des GDV treten in der Regel zum 1. Januar des neuen Kalenderjahres in Kraft. Für Bestandskunden werden sie meist mit der Hauptfälligkeit der nächsten Beitragsrechnung wirksam.

Habe ich bei einer Typklassen-Erhöhung ein Sonderkündigungsrecht?

Ja, wenn sich Ihr Beitrag aufgrund einer schlechteren Typklasse erhöht, können Sie innerhalb von vier Wochen nach Erhalt der Rechnung außerordentlich kündigen.

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